Siegerehrung + Klubmeisterschaft im Blitzschach

Am 8.1 war der erste Spieleabend im neuen Jahr. Dementsprechend wurde ein kleiner Vorgeschmack präsentiert auf das, was uns 2019 erwarten wird. Gleich zwei Sachen machten den ersten Abend besonders: Die Siegerehrung der Klubmeisterschaft ( den Bericht, Tabellenstand und Auswertung finden Sie hier ) und die Klubmeisterschaft im Blitzen.

Zur Siegerehrung:

Die Pokale waren keine typischen und stechen daher besonders heraus. Für die Vormeisterklasse gab es „silberne“ und die Gewinner der Meisterklasse durften sich mit „gold“ schmücken. Leider waren nicht alle Geehrten anwesend, wobei trotzdem ein schönes Foto entstanden ist, wie ich finde! (Fotos von Uli Steinhagen)

Von links nach rechts: Henrik Andresen (3. Platz Meisterklasse), Michel Langner (2. Platz Meisterklasse), Gerhard Kühnen (3. Platz Vormeisterklasse)

Mit einer charmanten Verspätung traf der deutliche Sieger der Vormeisterklasse, Lutz Kania ein. Für starke 6 aus 7 Punkte darf man schon mal alleine für die Kamera posieren.

Artur Kevorkov überlegener Sieger der Klub-Blitz-Meisterschaft

Jürgen Nickel war so nett, mir seinen Bericht zukommen zu lassen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Artur Kevorkov (Archivbild)

Artur hatte sich für diesen Abend etwas vorgenommen – und seine Rechnung ging auf! Noch Tage zuvor hatte er in einem Telefonat einfließen lassen, dass er es diesmal wissen wolle und ausgeruht ans Brett käme, um sich ganz auf seine Partien konzentrieren zu können. Entscheidend für seinen Erfolg war nicht zuletzt seine Weiß – Partie gegen Verfolger Michel Langner, der mit fast weißer Weste kurz vor Schluss bei bislang nur zwei Remisen die Chance hatte, mit Artur gleichzuziehen. Allein – es sollte nicht sein, und am Ende war auch die Uhr gegen die Ambitionen des kampfstarken  Verfolgers.

Zehn aus zehn sprechen eine deutliche Sprache, wenngleich das Turnier mit nur elf Teilnehmern sowohl quantitativ als auch qualitativ reichlich Luft nach oben geboten hätte. Aber wir wollen Arturs Leistung nicht schmälern, sondern sie mit der Feststellung unterstreichen:

„Nicht Erfahrung allein macht den Meister. – In der Ruhe liegt die Kraft!“

Dass am Brett mit der sonst so aufgeschlossenen und uns freundlich begegnenden „Familie Andresen“ nicht zu spaßen ist, wissen wir schon seit Jahren, aber schade wäre es allemal gewesen, wenn Vater Henrik seinen „halbrunden“ Geburtstag im Kreise der Lieben daheim gefeiert hätte, statt sich nachdenklich über das Brett zu beugen. Im Stechen um den „Silberlorbeer“ kam es zum Showdown zwischen Vater und Sohn, in dem Erik wenig Bereitschaft zu weiteren Geburtstagsgeschenken zeigte und zäh – aber letztlich vergeblich – um den zweiten Platz kämpfte.

Vergessen wir zum Schluss aber nicht den „Rest der Versammlung“, in der Martin Weilandt erneut zeigte, wie schwer es ist, ihn zu überwinden. Der Grund? – Er lebt beständig in dem Glauben, es werde noch alles gut. Und dieses Selbstvertrauen ist uns allen zu wünschen – auch für das kommende Jahr! Irgendwie kommt mir dabei Grimms „Tapferes Schneiderlein“ in Erinnerung, das frohgemut den Tag beginnt und, mutig ausschreitend, dem Schicksal trotzt. Selbst „König Artur“ konnte erst den Sack zuschnüren, als sich im Endspiel Martins Pferdchen etwas zu weit vom Ort des Geschehens entfernt hatte und dem nach Hilfe rufenden Bauerntrio auf dem Damenflügel nicht mehr unter die Arme greifen konnte.

Welche Kraft unserem schönen Spiel innewohnt bewies nicht zuletzt unser Dr. Meyer, der – von Rückenschmerzen geplagt – mit Mühe die Stufen zum Spiellokal erklommen hatte, aber dann auf der Erfolgsleiter zum Turniergipfel das eine oder andere Mal ins Stolpern kam, weil er mit der knapp bemessenen Zeit haderte. Fazit: Eröffnung makellos, Mittelspiel positionell ansprechend, aber dann ab und zu den Faden verlierend. Hochachtung ist ihm allemal zu zollen, da er mit seinen knapp neunzig Jahren noch immer sehenswertes Schach spielt und auch dann noch locker bleibt, wenn es an Punkten fehlt. Wünschen wir ihm, dass er bald wieder behände die Stufen zum Spiellokal nimmt und ihm die Freude an „unserem“ Spiel auch weiterhin erhalten bleibt.

Jürgen Nickel

 

Von links nach rechts: Henrik Andresen (2. Platz durch Gewinn des „familiären Konflikts“ ), Artur Kevorkov (souveräner 1. Platz), Erik Andresen (3. Platz)

 

Hier finden Sie die aktuelle Chronik der Meisterschaften (erstellt und gepflegt von Jürgen Nickel)

Chronik der Meisterschaften - neu erstellt 9.1.19

 

Weiter geht es spannend mit der 1. Runde der offenen Stadtmeisterschaft am 15. Januar gefolgt von den Heimspielen am 20. Januar!

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