Verpasste Siegchance: Nickel – Sass

Jürgen Nickel war so freundlich, mir folgenden Beitrag inklusive Taktikaufgabe zuzuschicken. Ich fande die Stellung so interessant, dass ich sie mit Euch teilen möchte!

 

Im Bezirksliga-Kampf gegen Kappeln hatte ich am 24. November Weiß und zog 26. De5-d6. Welcher Damenzug hätte mir stattdessen einen zweiten Mehrbauern eingebracht und damit ein auf längere Sicht gewonnenes Endspiel? Rechnet es einmal durch ohne Computerhilfe. Die Partie endete nach 66 Zügen remis.

 

Ich wünsche viel Spaß beim Rätseln

 

Update: Viele haben mitgerätselt, hier folgende Auflösung von Jürgen:

 

Hier zwei Möglichkeiten für Weiß.

Arno Urban fand ohne Computerhilfe am Spielabend im Klub die fett gedruckte Fortsetzung in der zweiten Variante.

 

 

  1. Df5! g6 2.Df6 Dc7 3.Lxg6 Le8 4.De6+ Kg7 5.Ld3

oder

 

  1. Df5! Tfe8 2.Dh7+ Kf8 3.Dh8+ Lg8 4.Lg6

    und Schwarz muss die e-Linie aufgeben!

4 thoughts on “Verpasste Siegchance: Nickel – Sass

  1. Statt Dd6 würde ich Df5 spielen. Mattdrohung. … g6 als einzige Antwort. Und dann Df6 und der Bauer g6 ist doppelt angegriffen und kann nicht ein zweites Mal verteidigt werden. Zieht der Bauer g6-Bauer weg, ist der Bauer h6 schutzlos. Sollte der König nach h7 ziehen, kommt der Turm von e1 nach e7. Das wird dann ebenfalls sehr böse. Selbstverständlich sind meine Irrungen und Wirrungen ohne Computer „ermittelt“.

  2. Ich würde das Ausrufezeichen nicht hinter 1.Df5 (eigentlich ein natürlicher Zug) sondern hinter 2.Df6! setzen da ich diesen Zug zunächst vorschnell verworfen hatte. Meine Befürchtung war dass die Dame durch 2. … Le8? selbst angegriffen wird und somit der weiße Angriff ins Stocken gerät. Tatsächlich aber folgt in diesem Fall das Qualitätsopfer 3. Txe8 Tfxe8 4. Dxg6+ Kf8 nebst leicht zu findenden Matt in 46 Zügen.

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